140 m² Parkett in Berlin-Mitte: Was eine Grundierung mit dem Holz macht

Fertig versiegeltes Parkett in einer Altbau-Etage in Berlin-Mitte, Pallmann Pall-X 325 und Pall-X Power

Vor zwei Wochen haben wir ein Projekt abgeschlossen, das ich Ihnen gern zeige – nicht, weil es spektakulär war, sondern weil man daran gut erklären kann, was eine Grundierung und ein guter Lack mit einem Boden machen. Altbau-Etage in der Chausseestraße, mitten in Berlin-Mitte, 140 m² Parkett, hohe Rundbogenfenster, viel Licht. Genau das Licht, das jede Schwäche im Boden zeigt.

Die Ausgangslage

Der Boden war nicht kaputt, aber müde: eine alte Versiegelung, über die Jahre dunkel geworden, Laufstraßen, stumpfe Stellen. Dazu kamen zwei Dinge, die auf den ersten Blick nichts mit Parkett zu tun haben: Der Kunde brauchte einen Kabelkanal für die Elektroleitungen im Boden, und die Heizkörper sollten an eine andere Stelle. Beides haben wir mit erledigt – wer den Boden ohnehin aufmacht, sollte solche Arbeiten nicht auf zwei Firmen verteilen.

Schleifen: die alte Schicht muss komplett runter

Erst der Vollschliff. Nicht anschleifen, nicht „auffrischen“, sondern die alte Versiegelung vollständig abtragen, bis das rohe Holz sauber da liegt. Auf einem der Fotos auf unserer Website sieht man den Moment, in dem der Raum halb geschliffen war – vorne der alte, dunkle Lack, hinten das helle Holz. Dieser Unterschied ist der Grund, warum man bei einem abgenutzten Boden nicht mit halben Sachen weiterkommt.

Die Grundierung: Pallmann Pall-X 325 und das, was wir „Anfeuerung“ nennen

Jetzt der Teil, den Kunden selten kennen. Bevor der eigentliche Lack kommt, tragen wir eine Grundierung auf – hier Pall-X 325 von Pallmann. Die Grundierung schließt die Holzporen, verhindert das Verkleben der Parkettstäbe untereinander und sorgt dafür, dass der Lack darauf gleichmäßig steht. Und sie macht noch etwas, das man sofort sieht: Sie „feuert das Holz an“. Das rohe, blasse Holz bekommt seine Farbe und Tiefe zurück, die Maserung leuchtet, der rötliche Ton dieses Parketts kommt voll heraus. Wer an der Grundierung spart, bekommt einen flacheren, blasseren Boden – und meistens auch Probleme mit der Haltbarkeit.

Die Versiegelung: zweimal Pallmann Pall-X 96 POWER

Darauf zwei Aufträge Pall-X 96 POWER – laut Pallmann-Datenblatt eine wasserbasierte 1K-Parkettversiegelung für stark beanspruchte Parkett- und Korkböden im Wohn- und Objektbereich. Einkomponentig heißt: kein Härter, keine Mischzeit, gutmütig in der Verarbeitung – und dafür bekannt, ein sehr gleichmäßiges, sattes Lackbild zu geben. Genau das war hier gefragt. Pallmann empfiehlt mindestens zwei Aufträge, bei sehr starker Beanspruchung drei. Das Ergebnis sehen Sie auf dem Foto: ein ruhiges, geschlossenes Lackbild, in dem sich die Fenster spiegeln – ohne Wolken, ohne Ansätze.

Fertig versiegeltes Parkett in einer Altbau-Etage in Berlin-Mitte
Fertig: 140 m² Parkett in Berlin-Mitte nach Vollschliff, Grundierung mit Pall-X 325 und zweifacher Versiegelung mit Pall-X 96 POWER.

Warum das Ganze seine Zeit braucht

Schleifen, kitten, grundieren, zweimal lackieren – und zwischen jedem Schritt trocknen. Deshalb sage ich jedem Kunden: Rechnen Sie bei so einer Fläche nicht mit zwei Tagen. Die Aushärtung gibt den Takt vor, nicht wir. Wer das abkürzt, bekommt einen Boden, der schön aussieht, bis die ersten Möbel drüberrutschen.

Das ganze Projekt mit allen Bildern – vom halb geschliffenen Raum bis zum fertigen Boden, auch als Vorher-Nachher-Regler – finden Sie in unseren Referenzen auf der Website.

Ihr Parkett sieht auch müde aus? Schicken Sie mir ein paar Fotos über das Anfrageformular – Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, ob sich ein Vollschliff lohnt. Oder fragen Sie hier unten in den Kommentaren.

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